Infos, Artikel und Medienberichte

Wir sind darum bemüht, dass immer wieder Medien über unseren Naturisten-Verein Heliosport Basel berichten. In dieser Rubrik können Sie alte und neue Beiträge lesen.

Telebasel / DvW-Show vom 28.04.2022

Dani von Wattenwyl präsentiert seine DvW-Show

Nackte Menschen sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Bereits vor 3'000 Jahren schämte man sich fürs Nacktsein. Aber warum? In der DvW-Show wird darüber – und über den Unterschied zwischen Nacktheit und Unverhülltsein gesprochen.

Was beschäftigt die Region, die Schweiz und die Welt? Dani von Wattenwyl präsentiert in der DvW-Show jene Themen, die wirklich unter den Fingernägeln brennen – kritisch, satirisch und unterhaltend. Zur Seite steht dem Moderator Zoe Scarlett. Beste Unterhaltung ist garantiert!

Artikel aus der bz Basel – Nachrichten Region Basel / von Elodie Kolb / 22. November 2021

Kampf ums nackte Überleben

Nachwuchs zu finden, ist schwer, weiss der Basler Naturisten-Verein mit Sitz in Grenzach. Die Hochphase der Freikörperkultur ist vorbei.

Man kennt sie vom sogenannten «Nudisten-Strändli» am Klein- basler Rheinufer: Menschen, welche sich gerne nackt sonnen oder nackt baden gehen. Doch für jene, die der Freikörperkultur (FKK) nicht in einer so ausgestellten Form nachgehen wollen, gibt es eine versteckte Oase in Grenzach-Wyhlen, direkt oberhalb der Weinreben mit Blick über die Rheinebene: das Gelände des Basler Naturisten-Vereins. Vier Mitglieder sind sich einig: «An den Nacktstränden ist man öffentlich ausgestellt. Auf unserem Gelände hingegen hat jedes Mitglied seine Privatsphäre. Man kann gemütlich zusammensitzen und sich austauschen, kann sich aber auch jederzeit zurückziehen.»

 

Ein hellblauer Swimmingpool, Liegewiesen und ein historisches Gebäude, das im Zweiten Weltkrieg als Vogelwarte genutzt wurde, bieten am steilen Hang des Hornfelsen Platz zum Entspannen, Baden und Sporttreiben. Und zwar nackt. Bereits in den 1950er- Jahren hat der Basler Naturisten-Verein das zwei Hektaren grosse Gelände erworben.

 

Die Hochphase der FKK liegt in der Vergangenheit

Doch: Die grosse Welle der Freikörperkultur (FKK) liegt in der Vergangenheit, wie F. K.*, Präsident des Vereins, weiss: «Die Hochphase der Freikörperkultur war in den 1960er- und 70er- Jahren.» Während der Basler Naturisten-Verein mal auf 100 Mitglieder kam, sind es heute noch rund 40, die Geschlechter seien etwa gleichwertig vertreten und alle sind über 45 Jahre alt. Heute sei FKK kein Trend mehr und habe vielmehr einen negativen Beigeschmack. Was dann auch der Grund war, für die Umbenennung des Vereins in Naturisten-Verein. «Das halten wir für treffender und zeitgemässer», sagt F. K. weiter.


Seit nunmehr drei Jahren bemühe sich der aktuelle Vorstand, dem Naturismus in der Region wieder zum Aufschwung zu verhelfen, so der Präsident. Auch jüngere Mitglieder oder Familien seien sehr willkommen. Interessierte könnten einen Probetag vereinbaren – auch bekleidet, wenn gewünscht.

 

Den Grund für die Schwierigkeit, neue Mitglieder zu gewinnen, sieht M. F.* bei falschen Vorstellungen in der Gesellschaft: «Die meisten stellen sich unter FKK etwas ganz anders vor.» Bei einem FKK-Urlaub in Kroatien mit seiner Familie sei zum Beispiel M. F.s 18-jähriger Sohn – der kein FKK praktiziert – enttäuscht worden: «Weil nichts dergleichen geschah, was er sich in seinem Kopfkino unter FKK ausgemalt hatte. Er war letztlich erstaunt, dass der Tag zu einem ganz normalen Stranderlebnis wurde.» Dabei habe FKK mit Sex überhaupt nichts zu tun, wie Vereinsmitglied D. F.* sagt: «Wir betreiben hier keinen Swingerklub.» Mitglied D. L.* ergänzt: «Wenn man mal einen Nachmittag zusammen ist, dann gewöhnt man sich einfach an das Nacktsein.»


Dass Nudismus bei jüngeren Menschen nicht ankomme, sieht M. F. auch als Generationenfrage: «Als das digitale Zeitalter in den 2000er-Jahren richtig Einzug hielt, kam plötzlich die Befürchtung, mit Nacktbildern in den sozialen Medien zu landen.» Dies sei auch der Grund für das strikte Fotografierverbot auf dem Gelände, führt M. F. weiter aus.

 

Der Lockdown brachte einige neue Mitglieder

Und doch bemerke er, fügt M. F. an, dass der Hang zum Naturismus wieder anziehe. Das habe er aus einem Gespräch mit einer jungen, nacktbadenden Frau am Rhein mitgenommen: «Selbstbewusste junge Frauen, die sagen: ‹Mein Körper gehört mir›, scheinen sich wieder mehr für das Thema Naturismus zu interessieren.»

 

Trotz der Schwierigkeiten habe man gerade vom ersten Coronajahr profitieren können: Laut M. F habe der Verein wegen der Reiseeinschränkungen insgesamt zehn neue Mitglieder aufnehmen können. Es handele sich vorwiegend um Sauna-Gänger und Nacktsonner.
Alle Mitglieder des Vereins haben einen Schlüssel für das Gelände – man könne somit auch das gesamte Jahr nackte Tage dort verbringen und treffe sich auch ausserhalb der FKK- Saison mal auf ein Fondue. Eine strikte Nackt-Regel habe man auf dem Gelände nicht. Ausser: Im Pool schwimmen, das geht nur im Adams- und Eva-Kleid.

 

*Da es sich beim Verein und seinen Mitgliedern um Personen aus der Region handelt, wollten die Interviewpartner nicht mit vollem Namen genannt werden. Die Namen sind der Redaktion bekannt.

Artikel aus der Badischen Zeitung / von Heinz Vollmar / vom 30. Mai 2020

Seit 1948 frönen Schweizer in Grenzach der Freikörperkultur

Der FKK-Verein Heliosport Basel unterhält seit 1948 in Grenzach eine kleine Oase. Wegen Corona durften die Mitglieder zwei Monate nicht über die Grenze – jetzt aber geht die Saison los.

Wer die Natur liebt, sich der Umwelt und dem Naturschutz verbunden fühlt und sich in freier Natur hüllenlos bräunen lassen will, dem bietet der Basler FKK-Verein Heliosport (Freikörperkultur) am Fuße des Grenzacher Hornfelsens eine Wohlfühloase, die Ruhe und Entspannung sowie eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten verspricht.

Das Gelände, inmitten einer idyllischen Hanglage, wurde vom FKK-Verein Heliosport bereits im Jahr 1948 gekauft und ist terrassenförmig angelegt. Es gibt sanitäre Einrichtungen, ein kleines Schwimmbassin, Liegewiesen, eine Grillstelle sowie ein kleines Clubhaus mit Küche und eine ausgedehnte Gartenanlage. Auf schattigen und sonnigen Plätzen können sich die Mitglieder auf den gepflegten Liegewiesen hüllenlos entspannen oder zahlreichen Freizeitaktivitäten frönen.

Vereinsheim war im Krieg ein Ausguck
Im Gespräch mit der Badischen Zeitung erzählen Hans Rudolf Uhlmann, mit über 80 Jahren das älteste Mitglied, sowie die beiden Vorstandsmitglieder Fano Kämpfer und Marcello Foggetta, dass das Gebäude, das sich auf der Liegenschaft befindet, bereits vor dem Krieg als Vogelwarte diente. Während des Zweiten Weltkrieges sei es dann als Ausguck genutzt worden.

Zwischenzeitlich mehr als 100 Mitglieder gingen in der Anlage dem Freikörperkult nach, heute sei der einstige FKK-Hype Geschichte, so dass man nur noch 35 Mitglieder zähle. Dies sei mit ein Grund dafür, dass man um neue Mitglieder werbe, Familien, Paare, aber auch Einzelpersonen seien jederzeit willkommen.

Dass die Naturisten auch gesundheitliche Vorteile vom hüllenlosen Leben in freier Natur ziehen, erklärt Vereinsmitglied Carmen Nyffenegger. Sie sagt, dass man insbesondere für die psychische Gesundheit profitieren könne. Sie selbst fühle sich immer dann sehr wohl und gesund, wenn sie auf der FKK-Anlage mit Nahmen „Rhyblick“ verweilen könne.

FKK-Hype ist Geschichte
Vorstandsmitglied Fano Kämpfer fügte an, dass man im Verein jedoch nicht nur die Freikörperkultur pflege, sondern sich in besonderer Weise auch der Natur und dem Umweltgedanken verpflichtet fühle. Man habe daher erst vor kurzem eine Trockenmauer für Kleinlebewesen geschaffen, außerdem baue man in Hochbeeten Gemüse an, während ein Kräutergarten zu den weiteren Schmuckstücken des FKK-Idylls zählt.

Einen Kiosk gibt es auf der Anlage nicht, die Vereinsmitglieder sind Selbstversorger, erklärt Kämpfer. Im Gegensatz zu den oftmals strengen FKK-Regeln in der Schweiz dürfte man auf der Heliosport-Anlage auch Fleisch essen, rauchen und auch in Maßen Alkohol trinken. Diese Umstände waren auch ein Grund, warum sich die Vereinsgründer ein Domizil auf deutschem Boden gesucht hätten.

FKK-Regeln in der Schweiz sind viel strenger
Während der Corona-Pandemie durften die schweizerischen Staatsangehörigen zunächst über zwei Monate hinweg nicht ihre Liegenschaft auf deutschem Boden besuchen. Dies führte dazu, dass es nach den grenzüberschreitenden Lockerungen nun viel zu tun gibt, um die Freizeitanlage für den Saisonstart vorzubereiten. Neue Verordnungen erlauben es nun auch den schweizerischen Naturisten, auf ihre deutsche Liegenschaft zu gelangen, um diese zu pflegen.

Eine Selbstauskunft reicht aktuell aus, damit die deutsche Bundespolizei und der deutsche Zoll den schweizerischen Heliosport-Angehörigen den Grenzübertritt zum Besuch ihres FKK-Geländes, das nur wenige Meter hinter der deutsch-schweizerischen Grenze liegt, erlaubt.

Wenn dann nach dem 15. Juni die Grenzen wieder ganz geöffnet sein sollten, will sich der Verein Heliosport auch mit einem Tag der offenen Tür an alle Interessierten wenden, die die attraktive Freizeitanlage am Grenzacher Hörnle einmal besichtigen wollen. Ein Termin wird noch bekannt gegeben.